Simon in Togo
Freitag, 20. April 2012
Mittwoch, 18. April 2012
Familienausflug
Donnerstag, 29. März 2012
Besuch von Filippa und Reise durch Togo
Nach einem halben Jahr in Togo habe ich dann auch mal meinen ersten Deutschlandbesuch bekommen. Filippa kam, gerade noch im Skiurlaub, für 2,5 Wochen zu mir. 1,5 Wochen waren wir in Kpalimé und in meinem Dorf Agou Gare. Hier hatten wir genügend Zeit uns auszutauschen und ich konnte ihr mein Leben hier zeigen. Obwohl sie sich wirklich gut hier zu Recht gefunden hat, ist mir doch trotzdem aufgefallen, dass wir manche Sachen schon anders nehmen. Viele Sachen sind für mich schon vollkommen normal geworden, oder ich kenne sie noch extremer, für den frisch aus Deutschland kommenden Besuch war es dann aber doch ein bisschen ungewohnt. So zum Beispiel der Zustand der Autos und die engen Verhältnisse beim Reisen. Andersrum hat mich das glaub ich in gewisser Weise auch soweit beeinflusst, dass ich manche Sachen wieder aus einer anderen Perspektive gesehen habe. Allgemein muss ich sagen, dass ich durch diesen Besuch wieder mehr an Deutschland und mein Leben dort gedacht habe. Alles in Allem war es aber wirklich sehr schön Besuch zu haben und ihr mein Leben hier zeigen zu können. In der letzten Woche haben wir dann zusammen den Norden Togos erkundet.
Los ging’s auf der für mich mittlerweile gut bekannten schlechtesten Straße Togos von Kpalimé nach Atakpamé. Diesmal haben wir für die knappe 100km etwas mehr als 3 Stunden gebraucht. Diese Reise lohnt sich, meiner Meinung nach, aber immer, denn Atakpamé gefällt mir wirklich sehr gut. Mittlerweile kenn ich mich dort auch schon gut aus und ich genieß es jedes Mal wenn ich in der zwischen Bergen gelegenen Stadt bin und über den Markt schlendere, der sich in der ganzen Innenstadt verteilt. Atakpamé ist übrigens genauso wie Coburg Partnerstadt von Niort(Frankreich), worauf ein großes Schild hinweist und ich so öfters Leute mit dem Partnerstadt T-Shirt von Niort gesehen hab, das gleiche, dass ich auch habe :) Atakpamé ist übrigens die 3-größte Stadt Togos und Hauptstadt der Region des Plateaux, zu der auch Agou Gare und Kpalimé gehören. Von dort kommen dann also auch immer die zentral gestellten Trimesterabschlussprüfungen für meine Schüler. Die Stadt hat noch einige Kolonialgebäude, die vor allem noch von den Deutschen kommen, denn Atakpamé war DIE Lieblingsstadt der deutschen Kolonialmacht. Für uns ging es am nächsten Tag dann weiter richtig in den Norden, nach Kara, der zwar nur 4-größten Stadt, dafür aber wohl die wichtigste nach der Hauptstadt Lomé. Dort kamen wir nach langer Fahrt erst im Dunkeln an, hatten aber trotzdem schnell ein nettes Hotel gefunden und konnten am nächsten Tag die Stadt erkunden. Kara gilt als die Hauptstadt des Nordens und beherbergt deshalb auch einige Institutionen. Hier findet man zum Beispiel die zweite (von 2) Universität in Togo. Die Stadt ist wirklich in einem guten Zustand, was wohl daran liegt, dass der togoische Präsident aus der Nähe kommt und viel Geld in die Stadt steckt. Der Grand Marché hat mir auch sehr gut gefallen und wir konnten für Filippa weiter ausgiebig Stoffe shoppen :) Es gibt auch einige Unterschiede im Vergleich zu Kpalimé/Agou. Am zweiten Tag hat uns die trockene Hitze wirklich erschlagen, hier ist nichts mehr vom tropischen Klima zu spüren, die ganze Landschaft war auch viel ausgetrockneter. Wir nähern uns eben immer mehr der Sahara. Außerdem spricht man auch wieder eine andere Sprache, mit meinen wenigen Ewe-Kenntnissen (die trotzdem immer gut ankommen) konnte ich hier nicht viel anfangen. Hier spricht man Kabyé und das ist wirklich noch komplizierter als Ewe. Wir habe versucht uns ein paar Wörter beibringen zu lassen, aber nach ein paar Minuten hatten wir alles wieder vergessen. Unter anderem durch die Sprache habe ich erneut gemerkt, dass ich wirklich nur bei mir in Agou und evtl. noch in Kpalimé Simon bin, ein Freiwilliger, der hier ein Jahr lebt und beispielsweise auch ganz, ganz wenig Ewe spricht. Im Norden bin ich einfach nur ein Weißer Tourist und ich konnte auf die „Weißer, Weißer“ Rufe ja noch nicht mal mit “Schwarzer, Schwarzer“ antworten. Trotzdem wurden wir im Norden wirklich immer sehr freundlich empfangen und viele waren in einer positiven Art und Weiße interessiert an uns und wurden dabei nur selten aufdringlich oder nervig, wie ich es aus Lomé oder Kpalimé durchaus kenne.
In Kara waren wir auch in einem netten togoischen Restaurant, aber als wir die Karte aufschlugen staunten wir nicht schlecht – sie war neben Französisch und Englisch auch auf Deutsch. Zwischen all den togoischen Gerichten, die ich eigentlich Essen wollte hat Filippa aber auf einmal Käsespätzle entdeckt – das war vielleicht eine Überraschung. Die Kellnerin wusste zwar nicht so genau was ich eigentlich will, trotzdem habe ich dann meine Käsespätzle bekommen und genossen. Als wir die Karte weiter durchsuchten konnten wir noch andere deutsche Spezialitäten wie Eisbein mit Sauerkraut oder Frankfurter Würstchen mit Kartoffelstampf entdecken.
Von Kara aus haben wir auch einen Tagesausflug in ein Nationalreservat und dem einzigen UNESCO Weltkulturerbe in Togo, das Tambermann-Tal mit dem Dorf Koutammakou, gemacht. Das Nationalreservat war wirklich ganz schön und wir haben auch einiges an Tieren bestaunen können: Gnus, Büffel, Affen, Antilopen, Waterbooks und unser Highlight Zebras :)
| Zebras im Nationalreservat |
Eigentlich wollten wir von Kara noch weiter in die nördlichste Stadt, nach Dapaong reisen, nur kam uns da eine kleine Krankheit dazwischen, so dass wir uns entschlossen haben uns wieder Richtung Süden aufzumachen, dafür aber noch einen Zwischenstopp in Sokodé zu machen!
Auf der Nationalstraße zwischen Kara und Sokodé trifft man auch noch auf ein kleines Naturdenkmal und Wahrzeichen Togos, dem Faille d’Aledjo. Ein großer Felsen der mitten auf der Nationalstraße steht und diese in zwei spaltet.
Sokodé ist zwar die zweitgrößte Stadt Togos, trotzdem aber sehr entspannt und ruhig, aber die muslimischste Stadt Togos. Das ist das erste Mal, dass ich früh wirklich von Muezzin Rufen geweckt wurde, selbst in Istanbul konnte ich getrost weiterschlafen, aber in Sokodé lagen wir früh um 4 erstmal eine halbe Stunde lang wach im Bett bis die Muezzins endlich aufgehört hatten :) Die Stadt ist wirklich voller Moscheen und selbst dort wo keine Moschee ist, ist trotzdem eine. So ist es uns passiert, dass wir bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Innenstadt auf einmal mitten in einer Gebetszeremonie standen, die Matten wurden auf der Straße ausgebreitet und dann wurde losgebetet.
Nach einem weiteren Zwischenstopp in Atakpamé und noch einer Nacht in Agou Gare, ging es für uns auch schon wieder nach Lomé. Anfangs war mir die Hauptstadt Togos echt unsympathisch aber mittlerweile kenne ich mich ein bisschen aus und so haben wir auch die schönen und netten Seiten Lomés entdecken können. Erstmals war ich auch auf dem Grand Marché von Lomé. Bis dahin hatte ich mich nie getraut. Es ist zwar anstrengend, weil man als Weißer oft angesprochen wird, aber trotzdem hat uns der Markt gut gefallen. Hier konnte ich mit meinen geringen Ewe-Kenntnissen schon eher was anfangen, ja war sogar eine richtige Attraktion. Noch am anderen Ende des Marktes wurde ich darauf angesprochen, dass ich am Anfang ein bisschen Ewe geredet habe. Mittendrin in diesem Gewusel des Marktes ist die große Kathedrale von Lomé, die noch aus der deutschen Kolonialzeit stammt. Sobald man den Kirchhof betritt ist man auf einem Platz der Ruhe und kann sich kurz von dem Marktreiben erholen. Ein Highlight in Lomé ist natürlich auch immer wieder der Strand, hier konnten wir uns gemütlich an den Atlantischen Ozean setzen und den Fischern bei ihrer Arbeit zuschauen.
Ja, und dann war mein erster Deutschland-Besuch auch schon wieder weg, was wirklich traurig war. Seitdem ist es doch auch ein bisschen anders, denn auf einmal sind meine zwei Leben miteinander vermischt :) Noch weiter vermischen wird sich das in einer Woche, denn da kommen meine Eltern an. Bis dahin bin ich aber erstmal noch ein paar Tage in Benin, und werde nach Ghana das zweite Nachbarland Togos erkunden.
| Meine Gastfamilie mit Filippa und mir am letzten Abend in Agou Gare |
Sonst möchte ich euch noch darauf hinweisen, dass ich seit Anfang Februar endlich mit dem Band-Projekt starten konnte. In Kooperation mit einer Schule für Behinderte in Kpalimé, haben wir eine integrative Musikgruppe, namens ARC EN CIEL, gegründet – die wirklich ein bunter Mix ist: Kinder, Erwachsene, Mädchen, Jungs, Schwarze, Weiße, Behinderte – viele Unterschiedliche Personen, die gemeinsam mit viel Spaß Musik machen. Mehr Infos zu der Band findet ihr hier auf meinem Blog links unter der Extraseite ARC EN CIEL.
Sonst geht es mir weiter gut hier und ich hoffe bei euch in Deutschland und im Rest der Welt ist auch alles klar! Ich versuche bald auch wieder Bilder auf PICASA hochzuladen und melde mich nach Benin und dem Besuch meiner Eltern wieder.
Es grüßt euch lieb,
Euer Simon
Donnerstag, 26. Januar 2012
C'est ma vie togolaise - Mein togoisches Leben
Nach mehrfachem Wunsch werde ich euch diesmal von meinem alltäglichen Leben berichten, erzählen wie ein "normaler Tag" bei mir abläuft.
Der erste Wecker klingelt bei mir kurz nach 5 – aufstehen tue ich dann meistens erst eine dreiviertel Stunde später. Ich bin eben doch ein Langschläfer geblieben. Zwischen 4 und 5 stehen hier die meisten auf, ab 5 wird es ja auch schon hell. Los geht der Tag für die meisten mit Wohnung und Hofkehren, muss ja schließlich alles sauber sein. Da ich keinen Hof kehren muss und ich mein Zimmer nur ab und zu kehre kann ich also ein bisschen länger schlafen und das Hofkehren, welches mich am Anfang noch immer geweckt hatte, erfolgreich ausblenden. Dann geht’s gleich unter die Dusche. Dafür muss ich allerdings erst zum Brunnen in unserem Hof und mir das Wasser holen. Mit Eimer, Becher und Duschgel bewaffnet geht’s dann ab in den Duschraum. Die Eimerdusche ist überhaupt kein Problem mehr für mich, schließlich werde ich genauso sauber! In meinem Zimmer ziehe ich mich dann schnell an und auf geht’s zum Frühstück. Entweder gibt es Bui, ein warmes Maisgetränk mit Erdnüssen oder ein Brot, das ich mit Kakao-Pulver „belege“ – schmeckt ausgezeichnet. Dazu eine leckere Citronella, das ist ein Tee der aus Zitronengras hergestellt wird, das hier überall wächst. Dieser ist mir früh immer zu heiß um ihn komplett zu trinken, deswegen nehme ich ihn dann mit in mein Zimmer. Hier putze ich meine Zähne mit dem in Plastiktüten abgepackten Trinkwasser und einen Plastikbecher, der als Waschbecken dient. Dabei packe ich schnell noch meine Schulsachen. Oft genauso hektisch wie in Deutschland zu meinen Schülerzeiten.
Auf meinem Schulweg versuche ich noch mal meine Unterrichtsstunden des jeweiligen Tages durchzugehen, aber dabei werde ich immer wieder abgelenkt. Viele grüßen mich und freuen sich sehr wenn ich auf Ewe zurück grüße. Viele Kinder schreien nach 5 Monaten immer noch „Yovo, Yovo Bonsoir“ und das obwohl ich ihnen lange meinen Namen beigebracht habe und ihnen erklärt habe, dass sie morgens doch wenigsten Bonjour sagen sollen (das klappt mittlerweile sogar manchmal). Wenn meine Projektpartnerin Lele und ich zur gleichen Zeit anfangen, hole ich sie mit einem kleinen Umweg ab. Schnell werden ein paar Neuigkeiten ausgetauscht und auf geht’s zur Schule. Dort kommen wir meistens während des Fahnenappells an. Hierbei singen die Schüler die Nationalhymne, die Fahne wird gehisst und der Direktor teilt den Schülern Neuigkeiten mit. Danach geht der Unterricht für mich und die Schüler los (Dazu gibt’s bald mehr Infos unter „Mein Projekt“!). Manchmal habe ich auch Freistunden, in denen korrigiere ich, lese oder schreibe Briefe. In der Pause gibt es dann kurz Smalltalk mit den anderen Lehrern und nach ein paar Maniokbällchen (kleine aus Maniok hergestellte frittierte Gebäckkügelchen) geht’s weiter in den Unterricht. Auf dem Heimweg treffe ich dann wieder andere Leute als auf dem Hinweg, die sich immer freuen wenn ich mich mit ihnen unterhalte.
Zu Hause angekommen stürme ich erstmal durstig in mein Zimmer und stürze mich dann auf die restliche Citronella vom Morgen – abgekühlt, quasi als Eistee, schmeckt sie dann auch herrlich. Jetzt heißt es noch schnell raus aus dem Hemd und der langen Hose und dann ab zum Mittagessen (Was es da so gibt, später mehr). Nach dem Mittagessen gibt’s noch ein kleines Schwätzchen mit meiner Gastmama und danach starte ich in den Nachmittag. Diese variieren aber ziemlich stark. Im Idealfall startet er mit einem kleinen Mittagsschlaf, das geht aber nur bei einem freien Nachmittag. In die Schule geh ich nachmittags nur Mittwoch, denn da ist immer Englisch-Club. Während der Klausurenzeit steht ein bis zweimal die Woche auch noch Aufsicht an – eine wirklich nervige Arbeit die Schüler vom spicken abzuhalten. Vor einem Jahr saß ich doch selber noch auf der anderen Seite des Klassenzimmers ;)
Bis jetzt bin ich dienstags immer nach Kpalimé gefahren um Sachen zu besorgen, zur Post zur gehen, evtl. mal ins Internetcafé, Leute zu treffen und vor allem für den Djembe – Kurs. Ab dieser Woche fällt mein Dienstag in Kpalimé aber weg, denn Claudia und ich nehmen ab Freitag extra Djembe Unterricht zu zweit, ich freu mich schon sehr darauf. Von nun an heißt es also freitagnachmittags Djembe Kurs in Kpalimé. Leider muss mein bisheriges Freitagsritual dafür etwas kürzer ausfallen. Freitag nach dem Mittagessen lege ich mich immer für ein kleines Schläfchen hin, die Ausnahme am Freitag ist allerdings, dass ich mir keinen Wecker stelle – denn ich werde anders geweckt! Irgendwann weckt mich eine fröhliche Stimme und Franzi steht in meinem Zimmer, bewaffnet mit allen technischen Geräten um meinen Strom auszunutzen (sie hat nämlich keinen Strom in ihrem Dorf). Während die Geräte so laden laufen wir immer gemütlich über den Markt, denn der ist jeden Freitag. Dabei quatsche ich immer wieder mit meinen Schülern, deren Eltern, Freunden meiner Gastfamilie und anderen Bekannten. Nach dem Markt gönnen Franzi und ich uns dann noch eine Cola auf dem Dorfplatz und tauschen Neuigkeiten aus. Leider muss wohl der Mittagsschlaf von diesem Ritual jetzt wegfallen… :)
Ab nächster Woche kommt noch eine weitere Nachmittagsbeschäftigung hinzu. Ich kann endlich mit der integrativen Musik-Band in Kpalimé starten. Zu diesem Projekt gibt’s auch bald mehr Infos!
Manchmal stehen aber auch so scheußliche Arbeiten an wie WÄSCHE WASCHEN! Mit 3 Eimern, Brunnenwasser, Waschpulver und einem riesen Berg schmutziger Wäsche geht’s ran an den Speck – und ich kann es selber noch nicht glauben, mittlerweile wird die Wäsche sogar sauber.
Abends wird sich nochmal geduscht und dann stehen immer verschiedene Arbeiten an. Erst helfe ich meiner Gastmama bei Hausarbeiten, wie Wasser aus dem Brunnen holen, Feuerholz zerkleinern oder Jams zu Fufu stampfen. Dann wird gegessen und sich noch ausgiebig mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester unterhalten, oft auch gespielt oder Blödsinn gemacht! Wenn ich dann in mein Zimmer gehe stehen oft noch Unterrichts-Vorbereitungen und Korrigier-Arbeiten an! Danach lese ich gerne, schreibe Berichte oder antworte auf E-Mails, bis ich unter meinem Moskitonetz einschlafe :)
Soviel zu meinem groben Tagesablauf, ich hoffe ihr könnt euch jetzt besser vorstellen was ich hier den ganzen Tag so treibe!
Jetzt steht noch die genaue Beschreibung für Mittag- und Abendessen aus – also was esse ich hier so:
Mittags und abends gibt’s immer warm und viele Kohlenhydrate, was ich an meinem Gewicht auch eindeutig merke! Oft gibt es Reis mit Soße oder Spaghetti. Mittags gibt es gerne auch einen leckeren Salat mit Kohl, Karotten, Tomaten und Roter Bete! Weniger lecker aber trotzdem essbar ist Pate, ein Maisbrei. Das Grundnahrungsmittel schlechthin – quasi die togoische Kartoffel – sind die Maniok- bzw. Jamswurzeln. Die werden entweder gekocht serviert (quasi Pellkartoffel), frittiert (die sind ziemlich lecker und quasi meine togoischen Pommes) oder gestampft. Gestampfte Yamswurzeln heißen dann Fufu und das schmeckt mit der entsprechenden Soße auch ganz gut! Die Soßen sind eigentlich immer rot, trotzdem oft anders. Tomatensoße, Palmnusssoße oder meine absolute Lieblingssoße, die Erdnusssoße. Eigentlich ist in jeder Soße auch immer ein kleines Stückchen Fisch oder Fleisch. Jetzt fehlt noch mein Lieblingsessen, Bohnen mit frittierten Kochbananen – wirklich köstlich!
Allgemein geht’s mir hier kulinarisch wirklich sehr gut und wenn einem doch mal was fehlt geht man in Kpalimé eben mal lecker Essen (manche Sachen fehlen trotzdem weiterhin…Currywurst…)!
Das war’s dann mal wieder von mir, bis bald!
Es grüßt euch lieb,
Euer Simon
Freitag, 13. Januar 2012
Weihnachten mal anders und Kulturschock Nummer zwei
Mittlerweile ist es 2012, viel ist passiert und nun ist es wieder soweit: Es gibt wieder Togo-Lesestoff zum Schmökern ;) Diesmal berichte ich euch über mein togoisches Weihnachtsfest und meine Reise nach Ghana, viel Spaß dabei.
Die Vorweihnachtszeit war dieses Jahr auf jeden Fall nicht so stressig, was daran liegt, dass Weihnachten hier nicht so ein großes Fest ist wie bei uns – und das war eigentlich auch mal ganz entspannend. Gefeiert wird hier am 25.12, deswegen hab ich mir für Heiligabend mit ein paar Freunden eine Alternativveranstaltung überlegt. Wir (Franzi, Claudia, Selia und ich) sind nochmal zu den großen Wasserfällen in Ghana gewandert – diesmal ganz allein und ohne Guide. Wir dachten den Weg finden wir schon irgendwie, schließlich haben wir uns beim letzten Mal ja alles aufgeschrieben! Blöd nur, dass sich die Natur auch hier verändert und vieles doch anders aussah. Nach ein bisschen rumirren im Urwald haben wir uns dann aber doch wieder zu Recht gefunden und sind nach 2 Stunden wandern an den Wasserfällen angekommen. Diesmal konnte man noch besser schwimmen und baden, da die Strömung jetzt in der Trockenzeit viel weniger war. Der Ort ist einfach wunderschön, total abgeschieden mitten im Wald! Weihnachtlich haben wir es uns dann mit importierten Spekulatius und meinem „wunderschönen“ Miniweihnachtsbaum gemacht! Der Tag war wirklich wunderschön und ein gutes Alternativprogramm zum deutschen Heiligabend, so dass wir das alles auch gar nicht so vermisst haben!
| Weihnachten am Wasserfall |
Am nächsten Tag bin ich dann mit meiner Gastschwester früh in die Kirche und ich konnte sogar mitsingen, denn die ganzen „Ewe“ – Weihnachtslieder waren Lieder wie Oh du fröhliche, Tochter Zion oder Gloria in Exelcis Deo! Da kam dann doch auch in der Hitze Togos ein bisschen Weihnachtsstimmung bei mir auf. Der restliche Tag war eigentlich relativ unspektakulär – ich hab vor allem viel gegessen. Sobald ich aus der Kirche um 11 heim kam ging’s los: Kuskus, Nudeln, Salat, Fufu – jetzt ist erst Nachmittag um 3 – Schokolade und Kekse aus meinem Paket, Reis!
Meine Gastfamilie und die Kinder im Hof haben sich alle sehr über meine kleinen Geschenke gefreut und für die kleinen war das Fotografieren währenddessen nochmal ein Geschenk ;) Nachmittags kam dann jede Menge Besuch vorbei, unter anderem habe ich da erstmals meinen Gastbruder aus Accra kennen gelernt!
Abends war ich dann mit meiner Gastfamilie und Leandra noch was trinken und nebenbei musste ich auch noch meinen Rucksack für Ghana packen, denn am nächsten Morgen ging’s mit meiner Resiegruppe (ebenfalls Franzi, Claudia und Selia) schon los Richtung Ghana.
Schon beim passieren der Grenze ist der Unterschied zwischen Ghana und Togo deutlich geworden. Auf der togoischen Seite saß ein Beamter an einem Tisch auf einen überdachten Betonklotz mit einem großen Din A 3 Buch indem er alles eintrug. 20 Meter auf der Ghanaischen Seite waren wir in einem klimatisierten Raum mit Ledersesseln und 6 Beamten die vor ihren Computern mit Flachbildschirmen saßen indem alle Einreisenden inklusive Foto im Computerprogramm registriert wurden. Solche Unterschiede sind uns während unserer ganzen Reise immer wieder aufgefallen und haben uns auch des Öfteren überfordert. Neu war für uns auch, dass jeder seinen eigenen Platz im Auto hatte, in Togo wird gedoppelt – Reisen in Ghana ist eindeutig komfortabler was wohl auch an dem guten Zustand der Straßen, zumindest entlang der Küste, liegt. Je näher wir an die Hauptstadt Accra kamen, desto krasser wurde es. Mittlerweile waren wir auf einer Mehrspurigen Autobahn unterwegs und in Accra ist der Verkehr auch beeindrucken. Es gibt viele Ampeln, Abbiegespuren, Kreisverkehre – und das wirklich überraschende ist, dass sich auch jeder daran hält und so der Verkehr in der 8 Millionen Stadt einwandfrei läuft, meiner Meinung nach besser und geordneter als in Paris!
Accra hat uns aber auch wegen seiner Größe erstmal überfordert, aber nachdem ich mich etwas orientiert hatte, hat mir die Stadt wirklich sehr gut gefallen. Sie verbindet das moderne mit dem traditionellen Ghana – wodurch man allerdings auch sehr den Unterschied zwischen Arm und Reich sieht. So sind auf der einen Seite der Straße dreckige Slums mit Wellblechbaracken während auf der anderen Seite moderne Einfamilienhäuser und Bankgebäude stehen!
In Accra haben wir erstmal Sightseeing gemacht mit dem großen Markt, Unabhängigkeitsplatz, Kirchen, Nationalmuseum und einzelnen Stadtvierteln. Der Markt war wirklich beeindruckend und als wir auf ein Haus sind konnte man wunderbar das Treiben auf dem Markt beobachten und die Eindrücke in Ruhe verarbeiten. Im Markt haben wir auch einen angeblich berühmten italienischen Modedesigner namens Alberto getroffen und – man mag es kaum glauben – er hat sogar meine Complet-Hose sehr hübsch gefunden! :)
Am gleichen Tag sind wir dann noch in die Accra Shopping Mall, wodurch der Unterschied noch viel deutlicher wurde. Das Ganze ist wirklich ein Einkaufszentrum nach amerikanischen Vorbild und man hat sich zwischen Apple Store, Supermärkten, Multiplexkino, Klamottenketten und Fast Food Restaurants auch gefühlt als ob man dort wäre. Obwohl die Pizza und das Eis wirklich köstlich waren habe ich mich dort nicht wirklich wohl gefühlt, alles war nur auf den Konsum von Luxusartikeln im Überfluss ausgelegt. Von all den Leuten die dort waren, und das waren vor allem Ghanaer und nur wenig Weiße, waren wir die einzigen die mit unseren geschneiderten Klamotten traditionelle Kleidung trugen. Der Rest war schick aufgestylt und spielte auf seinen IPods und Blackberrys herum während sie Puma Schuhu für über 100 € kauften… Abends waren wir dann aber sogar noch im Kino und haben uns den ghanaischen Film Losing You angeschaut. Das war wirklich lustig und interessant zu sehen wie die Filme dort gemacht werden und was dadurch vermittelt wird. Man hat dauernd Luxusgüter wie Laptops, teure Autos, etc. gesehen und nachdem immer wieder überraschenderweise neue Handlungsstränge dazukamen war die endgültige Botschaft Familie statt Karriere! Alles in Allem hat mir die Stadt aber wirklich sehr, sehr gut gefallen!
| Die Accra Shopping Mall |
| Der Große Markt von Accra |
Von Accra ging es weiter westlich nach Cape Coast, der früheren Hauptstadt vom britisch kolonialen Ghana. Cape Coast und Umgebung war auch eines der wichtigsten Zentren für die Verschiffung von Sklaven in die „Neue Welt“. Deshalb gibt es entlang der Küste auch mehrere koloniale Castles, die mittlerweile auch zum UNESCO-Welterbe gehören. In Cape Coast waren wir nur für eine Nacht, haben uns kurz die Stadt angeschaut und waren vor allem Stoff-Shoppen! Ich hab auch ein kleinen tollen Buchladen gefunden indem ich gleich gestöbert habe, nachdem mir das stöbern im Riemann in Coburg doch etwas gefehlt hat :)
Von Cape Coast haben wir auch einen Ausflug in den Kakum Nationalpark gemacht. Hier haben wir zwar keine Tiere gesehen aber dafür gibt es einen Canopy Walkway. Das ist ein Rundweg in den Baumkronen, mithilfe von kleinen Hängebrücken die von Plattform zu Plattform führen. Von dort aus hat man eine wirklich beeindruckende Sicht auf den großen Regenwald.
| Kakum National Park |
Danach haben wir ein paar Tage in einem wunderschönen kleinen Hotel direkt am Strand bei Elmina verbracht. In Elmina steht das größte der UNESCO-Welterbe Castles, das wir natürlich besichtigt haben. Die kleine Fischerstadt hat mir auch sehr gut gefallen, sie hatte irgendwie Flair und war nicht so touristisch wie Cape Coast. Sonst haben wir die Zeit in dem Hotel aber vor allem auch genutzt um uns wirklich mal auszuruhen. Der Strand war paradiesisch schön und wir hatten ihn fast für uns alleine. Hier hat man sich auch sicher gefühlt und wurde nicht dauernd angesprochen. Hier haben Franzi und ich auch Silvester gefeiert. Es gab ein leckeres Buffet und wir haben interessante Leute aus der ganzen Welt kennen gelernt. Unter anderem haben wir die Bekanntschaft mit 4 jungen Leuten aus Naila gemacht. Drei davon haben gerade den vierten, der Weltwärtsfreiwilliger in Ghana ist, besucht. So wurde ich gleich mit den neusten News aus Oberfranken und Coburg versorgt! Schon lustig wenn man in Ghana so alles trifft. Das große Nachbarhotel hat sogar ein Feuerwerk gemacht und es war einfach wunderschön am Strand – und auch um Mitternacht war das Wasser warm genug um spontan ins neue Jahr zu schwimmen :)
| Der Fischerort Elmina |
| Der paradiesische Strand an dem wir Silvester gefeiert haben |
Aber auch in Elmina sind uns wieder die krassen Gegensätze aufgefallen. Neben unserem kleinen Hotel war ein riesiges Luxushotel mit Pool, 18 Loch Golfplatz und vielen Ferienvillen! Wenn man von diesem Hotel 300 Meter am Strand entlang gelaufen ist stand man aber wieder inmitten von Slums, deren Bewohner den Strand und das Meer als öffentliche Toilette benutzen! Hier kommt dann doch öfters die Frage auf inwiefern das alles gerecht sein soll….?
Von Elmina aus ging es für Franzi und mich mit einer Zwischenübernachtung in Accra wieder nach Hause und das war wirklich ein schönes Gefühl wieder anzukommen und von seiner Gastfamilie in den Arm genommen zu werden!
Ghana hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Das Land ist auf jeden Fall viel entwickelter als Togo, dadurch haben uns aber auch so einige Sachen etwas überfordert, wodurch man durchaus sagen kann, dass wir einen zweiten kleinen Kulturschock hatten! Dazu beigetragen haben u.a. : das man auf einmal Englisch sprechen muss (schon etwas peinlich wenn man dann erzählt, dass man Englisch-Lehrer ist ;) das funktionierende Straßensystem, komfortables Reisen, teure Autos, Fast Food Ketten, große Bildschirme am Straßenrand, sprechende Geldautomaten, Autobahnen, das krasse Konsumverhalten in der Shopping Mall, der schon so oft erwähnte Unterschied zwischen Arm und Reich, Golfplätze, Schokolade die auf der Straße verkauft wird (in Togo gibt’s Schokolade nur im Supermarkt im Lomé) – so kann Afrika eben auch ausschauen.
Aufgefallen ist uns auch, dass viele weniger gerne Handeln – wobei wir das beste Argument hatten. Immer wenn wir gesagt haben, dass wir doch keine Touristen sind sondern Freiwillige aus TOGO!!!, haben wir gleich nochmal einen Preisnachlass bekommen. Wobei das überzeugende Argument dabei die Herkunft aus Togo war :) Vielsagend ist auch das Abschiedsschild auf ghanaischer Seite am Grenzübergang nach Togo, da steht in großen Lettern geschrieben: „BYE-BYE SAFE JOURNEY“!
In der Schule habe ich weiterhin meine 3 eigenen Klassen, deren Unterricht ich jetzt auch komplett selber vorbereite. Da mach ich mir schon meine Gedanken ob ich ihnen auch das richtige beibringe, schließlich liegt die Verantwortung, dass sie das Jahr in Englisch bestehen ja jetzt bei mir! Geschlagen wird an der Schule leider immer noch genauso häufig, aber ich habe den Eindruck, dass manche Lehrer zumindest in meiner Gegenwart versuchen darauf zu verzichten – dazu gehört mein Tutorlehrer leider nicht und auch der Direktor greift noch sehr häufig zum Stock…
In der Schule haben wir zum neuen Trimester nochmal mit dem Englischclub gestartet und sind optimistisch, dass es diesmal besser funktioniert! Für die kommenden Wochen habe ich mir fest vorgenommen mit dem Deutschlehrer aus dem Lycée zu besprechen wie ich mich dort am besten noch einbringen könnte (Deutschclub oder ähnliches) und außerdem will ich mit einer anderen Freiwilligen jetzt auch das Bandprojekt an einer Schule für Behinderte in Kpalimé in Angriff nehmen!
Sonst geht’s mir bis auf ein paar Parasiten und eine Infektion, die ich mir aus Ghana mitgenommen habe, aber weiterhin gut. Ich merke schon jetzt, wie die Zeit für all meine Pläne nicht wirklich ausreicht und genieße es zurzeit in vollen Zügen hier zu sein und zu leben!
Jetzt möchte ich euch allen noch ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, dass es allen gut geht – und dass ihr nicht zu sehr friert ;)
Es gibt auch wieder ganz viele neue Bilder bei Picasa, viel Spaß damit!
Es grüßt euch herzlich Euer Simon
Dienstag, 6. Dezember 2011
Reise nach Balanka
Hallo ihr Lieben,
hier kommt wieder ein bisschen Lektüre aus Togo, diesmal geht es vor allem um meine Reise nach Balanka. Viel Spaß damit!
Gesagt – Getan, am Donnerstag den 17.12 ging es nach der Schule gleich nach Kpalimé, wo ich mich mit meinen Mitreisenden Franzi und Claudia getroffen habe. Von dort wollten wir relativ schnell ein Auto finden, dass uns nach Atakpamé, oder vielleicht sogar bis Sokodé, bringt. Das Auto zu finden war nicht wirklich ein Problem, wir hatten gleich mehrere zur Auswahl und haben uns dann eindeutig für das falsche entschiede, denn so waren wir die ersten 3 Fahrgäste in einem Kleinbus. Somit mussten wir warten bis der Bus voll war und das war dann erst nach circa 3,5 Stunden warten. Dann ging es aber endlich los auf die angeblich schlechteste Straße Togos. Wir saßen zwar etwas zerquetscht aber das sind wir ja schon gewöhnt von den Autofahrten in unsere Dörfer. Die „schlechteste Straße Togos“ machte die ersten 20 Minuten eigentlich einen ziemlich guten Eindruck (breite, gut ausgebaute Fahrbahn ohne Schlaglöcher), dann wollte sie ihrem Ruf aber treu bleiben und wurde immer schlechter. Bequem war es auch schon lange nicht mehr, v.a. mit meinen langen Beinen! Als dann die alte Dame neben uns angefangen hat zu Schmerzensschreie (vermutlich) loszulassen, haben wir uns dazu entschlossen uns zu stapeln (zwei unten, einer auf den Schößen), das wurde aber bald für die unteren sehr unbequem, so dass wir sehr froh waren als wir endlich in Atakpamé ankamen. Nachdem wir in Kpalimé schon über 3 Stunden gewartet haben und die Fahrt selber auch nochmal 3,5 Stunden gedauert hat (und das für 100km!) waren wir sehr müde und geschafft und haben in Atakpamé zu schlafen. Atakpamé ist wirklich eine sehr schöne Stadt, ganz anders als Kpalimé, aber wunderschön in den Bergen gelegen.
Am nächsten Morgen ging die Reise nach Balanka dann Richtung Sokodé weiter. Diesmal haben wir uns aber für ein Auto entschlossen. Das war bei gleichem Preis auch um einiges bequemer. Es war ein alter Opel Vectra und selbst zu 8 im Auto war es immer noch bequemer als in dem Bus zu zwanzigst. Das Auto hatte unterwegs dann allerdings eine Panne, so dass wir erstmal ein bisschen Pause gemacht haben und etwas später das Auto wechseln mussten. Auf der Fahrt von Atakpamé nach Sokodé konnte man gut sehen wie sich das Land verändert. In dem neuen Auto war es genauso bequem und auch dort haben wir wieder viele Bekanntschaften gemacht. Auf dem Beifahrersitz saßen ein dicker Polizist und ein anderer kräftiger Mann. Das sah schon sehr lustig aus wie die da gequetscht saßen und beide geschlafen haben. Irgendwann hat der zweite Mann dann mal seine Hände hochgehoben und was sehen wir da? Er trägt Handschellen! Wir befanden uns also mitten in einem Gefangenen Transport. Während der Fahrt hatten wir mit dem Fahrer schon ausgemacht, dass er uns dann auch weiter bis nach Balanka bringt, wir in Sokodé aber erstmal Mittag essen wollen. Also haben wir ihm gezeigt an welcher Stelle wir in Sokodé raus wollen, das durften wir dann aber nicht! Ja genau, der Gefangene! Wir mussten ja erst ins Gefängnis. So kam es dann auch, dass wir gleich mal das Gefängnis von Sokodé kennen gelernt haben und dort als Weiße natürlich auch erstmal die Attraktion waren. Sokodé ist zwar die zweitgrößte Stadt Togos, aber total entspannt. Es war sehr angenehm, man konnte Problemlos die Straße überqueren und vor allem wurden wir nicht die ganze Zeit angequatscht. Nach kurzem Gang über den Markt und Mittagessen haben wir uns wieder auf den Weg zur Station gemacht und mussten dann erstmal den Preis aushandeln. Nachdem wir den Preis erst mal um das Dreifache heruntergehandelt hatten, mussten wir in Tchamba erstmal feststellen, dass unsere Fahrer den Weg nach Balanka gar nicht kennen :) Dank unseren Kenntnissen und der Hilfe von Ortsansässigen haben wir die Piste nach Balanka dann aber gefunden und kamen vollgestaubt nach 28 Stunden Reise endlich an unserem Zielort an!
Der Aufenthalt in Balanka war sehr, sehr schön. Wir hatten uns natürlich viel zu erzählen und haben so ein eher ruhigeres Wochenende verbracht, was wohl aber auch daran lag, dass es in Balanka nicht allzu viel zu sehen gibt! Das Dorf ist aber wirklich sehr schön und die Leute total nett, aber wirklich sehr unterschiedlich zur Agou – Region. Man spricht eine andere Sprache, um genau zu sein Balanka, das spricht man nämlich nur in Balanka :) In der Region überwiegt der Islam, wodurch es natürlich jede Menge Moscheen gibt. Auch von der Natur her ist vieles anderes. Während in Agou schon fast tropischer Regenwald ist uns es auch relativ bergig ist, ist es in der Region de Tchamba total flach und viel trockener. Hier ist schon Feuchtsavanne, was man durch den vielen Staub überall auch wirklich merkt, aber mir hat es dort oben wirklich gut gefallen. Die Sentimentalität war doch auch eine ganz andere, viel ruhigere, und das war sehr angenehm!
Die Einsatzstelle der beiden Freiwilligen dort ist die Bibliothek und die ist auch wirklich toll. Es ist das größte Haus im ganzen Ort, mit zwei Stockwerken und vor allem Strom! Dadurch kommen wirklich viele Kinder und Erwachsene, v.a. abends, in die Bibliothek und nehmen so die zahlreichen Angebote (vom Leseclub und Hausaufgabenbetreuung bis zum gemeinsamen Fußball schauen) auch an. Außerdem lädt das ganze Dorf dort seine Handys auf, das war wirklich ein tolles Bild: Ein großer Tisch voller Steckdosen und Handys! (Leider hatte ich da mein Foto nicht dabei)
Montag früh mussten wir dann erstmal in die Krankenstation, da Claudia undbedingt krank werden musste. So haben wir uns dann mit einer Mittelohrentzündung mehr und etwas verspätet auf den Heimweg gemacht. Das mit dem großen Ziel noch am gleichen Tag zu Hause anzukommen. Los ging’s diesmal mit Motos, denn in Balanka ein Auto zu finden ist relativ schwierig. Also sind wir die zwei Stunden nach Sokodé, mit sämtlichen Klamotten vermummt, Gepäck auf dem Rücken und Musik im Ohr auf dem Motorrad gefahren und haben uns den Staub um die Ohren wehen lassen. Das Ganze war zwar anstrengend aber auch wirklich schön, wie man so mit drei Motorrädern durch die Natur fährt!
Nachdem wir in Sokodé noch schnell Medikamente und Melonen (die gibt’s im Süden nämlich nicht) besorgt haben, sind wir ziemlich schnell nach Atakpamé aufgebrochen. Diesmal wieder im Bus, der aber größer und somit auch bequemer war. Das einzige Problem war, dass die ohnehin schon beschränkte Beinfreiheit durch eine Ziege unter meinen Füßen etwas eingeschränkt war, aber mit ein bisschen schieben war auch das geklärt. Ziemlich genial waren die „Raststätten“ auf der Fahrt. Der Fahrer hält aus unerklärlichen Gründen an und plötzlich kommen von überall her Frauen, die Wasser, Obst und köstliches frittiertes Gebäck verkaufen (davon haben wir auch so ziemlich jede Sorte durchprobiert – sehr lecker). In Atakpamé mussten wir noch etwas warten bis das Auto voll war und wir die Fahrt auf der schlechtesten Straße Togos wieder in Angriff nehmen können. Allerdings konnten wir so den wunderschönen Sonnenuntergang in den Bergen beobachten. Um 21:30 Uhr waren wir dann auch endlich in Kpalimé und mussten dann nur noch Moto-Taxis finden, die uns für einen einigermaßen Preis noch in unsere Dörfer bringen. So kam ich dann nach 11 Stunden total müde, aber glücklich wieder zu Hause an und hab meinen normalen Alltag wieder in Angriff genommen! Schön war’s!
Bei der Gelegenheit noch kurz zu meiner aktuellen Situation: Mir geht’s zurzeit echt gut, ich habe den Eindruck mich langsam eingelebt zu haben und fühle mich sehr wohl. Im Projekt unterrichte ich jetzt mehr oder weniger regelmäßig die drei 6emes in Englisch und nach Weihnachten kommen eventuell noch Musik und ein paar Stunden Geographie dazu. Ich bin durchs unterrichten also wirklich gut ausgelastet. Eventuell werden Leandra und ich die Tage auch mal beim Deutschunterricht im Lycée vorbeischauen. Wir haben jetzt auch Trockenzeit hier, das merkt man vor allem daran, dass es extrem staubig ist und dass es nachts durch den Harmattan wirklich frisch wird – ist aber auch ganz schön sich mal wieder in seiner Decke einzukuscheln!
Gestern und Heute war ich spontan für 2 Tage in Lomé um mein Visum für Ghana zu beantragen. Das hat sich gut angeboten, weil die Lehrer für die 2 Tage gestreikt haben. Lomé war sehr anstrengend und ist einer Stadt voller Gegensätze. Ich weiß auch noch nicht ganz wie ich sie finden soll, einersteits total schön und nett aber anderseits auch total stressig, voll, unfreundlich - eben doch irgendwie eine Großstadt! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, den jetzt hab ich mein Visa und außerdem hab ich im Supermarkt meinen Lactosehaushalt mal wieder etwas aufgefrischt und mir Jogurth sowie leckeren Käse gegönnt ;)
Die nächsten Wochen sind auch gut ausgeplant. Nächstes Wochenende steht das erste Zwischenseminar an und wir planen eine kleine Adventsfeier mit Plätzchen backen ;) Ja und dann ist auch schon Weihnachten und gleich danach fahr ich für 10 Tage nach Ghana. Davon werde ich Euch dann natürlich auch berichten.
Ich wünsche euch allen bis dahin eine schöne Weihnachtszeit, hier noch ein kleiner weihnachtlicher Gruß aus Togo:
Ich hoffe es geht allen gut. Lasst euch durch Weihnachten nicht zu sehr stressen und esst ein paar Lebkuchen für mich mit :)
Es grüßt euch herzlich aus Agou Gadzépe – Euer Simon!
P.S.: Es gibt viele neue Bilder bei Picasa, unter anderem von Balanka und von meinem Zimmer! Einfach den kompletten Link oben rechts in die Adressleiste kopieren und los geht’s!
Sonntag, 6. November 2011
Mich gibt es noch!
Ja, da bin ich wieder! Ich entschuldige mich vielmals, dass ich den Blog die letzten Wochen etwas vernachlässigt habe, aber dafür kommt heute ein großer neuer Eintrag!
Erst einmal ein kurzer Überblick was seit dem letzten Eintrag so passiert ist. Wir haben unser Workcamp hochmotiviert fertiggestellt, kamen endlich in die Gastfamilien und haben in unseren Projekten angefangen. Soweit die Theorie. Praktisch sah das ganze so aus:
Wir haben das Workcamp eher weniger motiviert abgeschlossen und auch noch nicht komplett fertiggestellt, wir sind gerade noch dabei ein Schild für ASTOVOT zu bemalen.
Ja, ich bin endlich in die Gastfamilie gekommen, allerdings ziemlich verspätet, denn, nachdem ich noch während des Workcamp meine erste Malaria hatte, kam ich danach nicht wie alle anderen in die Gastfamilie, sondern lag noch eine Woche mit Typhus im Krankenhaus. Danach bin aber auch ich, etwas verspätet, in meine Gastfamilie nach Agou Gare gekommen. Meine Gastfamilie ist sehr nett, vor allem mit meiner Gastmutter und meiner kleinen Gastschwester Jeanne verstehe ich mich sehr gut. Meine Gastmutter hat auch noch 3 weitere Kinder, ein Sohn wohnt in Lomé, einer in Accra und eine Tochter ist in Kpalimé und macht dort ihr BAC. Ich habe hier zwei große Zimmer mit einem separaten Eingang für mich alleine. Hier hab ich alles was ich brauche, ein großes Bett, mit einer mäßig bequemen Strohmatratze, ein Kleidungstisch, einen großen Schreibtisch, ein Regal und sogar ein paar Sofakissen für eine Chillerecke! Ich hab auch schon ganz viele Bilder, Poster und Karten aus Deutschland und Togo aufgehängt, so dass ich mich wirklich schon sehr wohl fühle! In meinem Hof wohnen noch zwei weitere Familien, ein Hund und viele Hühner!
Ja, ich habe im Projekt angefangen und das ganz schön schnell. Ich habe gleich an meinem zweiten Tag angefangen spontan Unterrichtsstunden von meinem Tutor zu übernehmen, da er durch seine Arbeit im Sekretariat sehr viel zu tun hat. Meine Schule, das CEG Agou Gare, besteht aus 9 Klassen von der 6eme bis zur 3eme. Dies entspricht in Deutschland ungefähr den Klassenstufen 7 bis 10! Ich unterrichte vorwiegend die 6eme, also die jüngsten, und die 4eme. Mittlerweile bereite ich meine Unterrichtsstunden teilweise auch selber vor, würde mir aber wünschen, dass das noch mehr wird. Außerdem korrigiere ich auch fleißig die Abfragen und Klausuren, was bei bis zu 90 Schülern ganz schön anstrengend werden kann! Ach ja, ich unterrichte übrigens Englisch - auf Französisch – dass kann schon mal zu dem einen oder anderen sprachlichen Missverständnis kommen, aber langsam komme ich mit dem Sprachenmix einigermaßen klar. Das liegt wohl auch daran, dass beide Sprachen von vielen auf einem nicht allzu hohen Niveau gesprochen werden. Zusätzlich zu dem normalen Unterricht bieten Leandra (meine Projektpartnerin) und ich, jetzt auch einmal die Woche einen Englischclub an. Hier wollen wir den Schülern helfen ihr Englisch zu festigen indem sie einfach mal reden können, wir Songtexte übersetzen, Zeitungsartikel diskutieren, Grammatik wiederholen, etc.!
Neben Familie und Projekt war ich leider noch ein paar Mal krank, hatte meine zweite Malaria, eine Infektion und jetzt gerade eine schöne Erkältung. Das ist auch wirklich etwas was die Stimmung ab und zu etwas runter drückt, da ich schon etwas genervt davon bin eigentlich seit über einem Monat ununterbrochen krank zu sein.
Außerdem nehme ich jetzt regelmäßig Djembe-Unterricht, das ist eine Afrikanische Trommel und es macht wirklich Spaß sie zu spielen, kann aber für die Hände manchmal auch etwas schmerzhaft sein und ist fast ein bisschen Sport!
In meiner Freizeit treff ich mich sonst mit andern Freiwilligen und wir unternehmen auch öfters was. Letztes Wochenende sind wir zusammen zu anderen Wasserfällen gewandert. Wir waren über 1,5 Stunden auf nicht mehr erkennbaren Wegen durch den Wald unterwegs und kamen dann bei noch größeren und noch beeindruckenderen Wasserfällen an, die übrigens schon in Ghana waren. Davon hat man aber auch erst was mitbekommen, als wir in einem kleinen Dorf nicht mehr mit Bonne Arrivé sondern mit Welcome begrüßt wurden! Ich versuch euch davon auch wieder Fotos hochzuladen.
Meinen Geburtstag hab ich hier auch schön verbracht. Es war sogar auch Feiertag und auch wegen Allerheiligen, also alles wie zu Hause, nur das leider meine Familie und mein Lieblingskuchen gefehlt hat. Hier hab ich allerdings auch schön mit meiner Gastfamilie und anderen Freiwilligen gefeiert. Von denen hab ich auch einen Kuchen und Vanillepudding bekommen, das war wirklich genial. Aber nur fast so genial wie das 10kg Paket von meinen Eltern, das mit sämtlichen Köstlichkeiten gefüllt ist: Schokolade, Gummibärchen, Mentos, Salzbrezeln, Chips, Vollkornbrot….Nochmal ein großes Dankeschön dafür und für die anderen zahlreichen Geburtstagswünsche. Hat mich sehr gefreut zu sehen, dass man in Deutschland, Frankreich, Neuseeland, USA, Indien, Hong Kong, Spanien, Slowakei, China und Ecuador auch an mich denkt!
Soviel zum kurzen Überblick meiner letzen Wochen. Ich bin jetzt schon seit über 2 Monaten hier und es gibt so viel was ich hier erzählen könnte, deswegen dachte ich mir ihr könnt euch einfach was wünschen. Diesmal müsst ihr noch mit meiner eigenen Auswahl vorlieb nehmen, aber ab jetzt könnt ihr die Blogthemen selber bestimmen, kommentiert einfach diesen Artikel und schreibt was euch am meisten interessieren würde. Hier mal ein paar Themen zur Auswahl:
Essen und Trinken, Fortbewegung, Wetter, Waschen, Feiern, Kirche, einkaufen….
Heute gibt’s natürlich auch gleich noch einen Themenspezifischen Artikel und aufgrund der Aktualität in meinem Leben handelt es sich hierbei natürlich uuuuuuuum:
Krank sein in Togo!
Krank sein: Dies bezeichnet den Zustand wenn man nicht vollkommen Gesund ist. Es gibt viele verschiedene Formen, auch Krankheiten genannt, die diesen Zustand unterschiedlich prägen.
Im Folgenden werde ich Ihnen nun einige Krankheiten vorstellen, die mich persönlich in Togo aufgesucht haben:
Malaria, die erste: Sie war vor allem geprägt von extremer Müdigkeit, Fieber, verstärktes Temperaturempfinden, Schwindelattacken sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen.
Nachdem ich mich etwas zu spät dazu motivieren konnte ins Krankenhaus zu gehen wurde diese vom Arzt durch einen Bluttest auch relativ schnell und eindeutig diagnostiziert, so dass die Behandlung mit einer Infusion und mehreren Spritzen gleich starten konnte. Danach lag ich noch einige Tage sehr schlapp und angeschlagen auf meinem Schlafplatz und musste mehrere Tage Medikamente nehmen.
Kommen wir nun zu Erklärung eines Arztbesuches in Togo. Da es hier keine Hausärzte gibt, muss man im Falle einer Krankheit gleich ins Krankenhaus um dort einen Arzt aufzusuchen. Ich werde nun einen normalen ambulanten Arztbesuch in meinem Stammkrankenhaus, dem Centre Medical Social Solidarité Kpalimé, Togo beschreiben:
Als erstes tritt man in den Empfangsraum ein, indem eine Krankenschwester sitzt, die die Temperatur sowie den Blutdruck misst und die Ergebnisse in mein Gesundheitsheftchen, dem Carnet, einträgt. Damit gehe ich dann ins Sprechzimmer des Arztes. Die Sprechstunde läuft eigentlich genauso ab wie man es aus Deutschland gewohnt ist, kurzes Gespräch über die Krankheit, Untersuchung auf der Liege, verschreiben von Medikamenten oder Analysen. Meist wird erst eine Analyse verschrieben. Mit diesem Rezept gehe ich dann zur Apotheke, diese nennt mir den Preis, den ich dann bestätigen muss. Damit gehe ich dann weiter zur Kasse, bei der ich bezahle und die mir eine Quittung dafür ausstellt. Mit dieser Quittung und dem Rezept gehe ich dann ins Labor wo der Test dann ausgeführt wird. Hier ein paar Preisbeispiele für übliche Analysen:
- Malariatest: 600 CFA = 0,91€
- Großer Bluttest: 3700 CFA = 5,64€
- Einfacher Stuhltest für Amöben, etc.: 600 CFA = 0,91€
- Große Analyse mit Bluttest (auch Biochemisch), Aidstest, Stuhltest und Urintest: 25.000 CFA = 38,11€
Mit dem Ergebnis geht man dann erneut zum Arzt und lässt sich daraufhin Medikamente verschreiben. Mit diesem Rezept gehe ich dann erneut zur Apotheke, dir mir denn Preis nennt, den ich dann bestätigen muss. Damit geht’s wieder zur Kasse, bei der ich bezahle und die mir eine Quittung dafür ausstellt. Mit dieser Quittung und dem Rezept gehe ich dann zurück zur Apotheke, die mir dann die Medikamente aushändigt. Manchmal kann es aber auch der Fall sein, dass ein Medikament in der Krankenhausapotheke nicht auf Lager ist, so dass ich das noch in einer anderen Apotheke in der Stadt suchen muss! Allgemein habe ich für Medikamente, Behandlungskosten, Analysen und den Krankenhausaufenthalt bis jetzt 165.815 CFA ausgegeben, das entspricht 252,76€!
Das CMS Solidarité in Kpalimé ist ein relativ kleines Krankenhaus, das aus mehreren Gebäuden besteht, die alle um einen Hof angeordnet sind. Es gibt ein Labor, die Krankenhausapotheke, zwei Sprechzimmer, mehrere Büros und mehrere Patientenzimmer. Diese sind teilweise mit eigenem Bad ausgestattet, das aus einem WC, sowie einem Wasserhahn mit einem Eimer zum Duschen besteht. Des Weiteren gibt es eine Küche in der man sich relativ gutes Essen zum Preis von 100 CFA (ca. 0,15€) pro Portion holen kann. Außerdem gibt es einen Kühlschrank mit leckeren Getränken wie Cola, Fanta, etc.! In dem Krankenhaus wird durchaus Wert auf Sauberkeit und steriles Arbeiten gelegt, außerdem sind die meisten Ärzte und Schwestern sehr nett, so dass ich mich während meinen Krankheiten immer in guten Händen gefühlt habe!
Ich hoffe ich konnte euch etwas über krank sein in Togo informieren und euch über meine letzten Wochen aufs laufende bringen. Denkt an die Abstimmung und Vorschläge für die nächsten Blogthemen!
Ich grüße euch alle aus Agou Gare,
Simon
Sonntag, 25. September 2011
mein erstes togolesisches Outfit :)
Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Eintrag :)
Seit Freitag hab ich mein erstes togolesisches Outfit. Jonas und ich waren erst zusammen Stoffe kaufen und haben dabei erstmals unsere Lust fürs shoppen entdeckt. Danach gings gleich zur Schneiderin Mimi, die uns abgemessen hat und 3 Tage später hatten wir unser erstes Complet! Hier seht ihr ein paar Bilder – wir fühlen uns richtig wohl und gleich viel togolesischer!
Seit Mittwoch machen wir jetzt unser Workcamp, wir haben bis jetzt den Eingangsbereich zum Büro von Astovot begradigt und mit Graß und Blumen bepflanzt. Nächste Woche werden wir entlang der Straße Bäume pflanzen und dann geht’s Anfang Oktober endlich in die Gastfamilien.
Gestern sind wir auf den Mt. Kloto gewandert, was bei der Hitze ziemlich anstrengend war. Der Ausblick von oben hat sich dann aber auf jeden Fall gelohnt. Leider sieht man auf den Bildern nicht wirklich wie beeindruckend es war aber man kann es vielleicht etwas erahnen.
| Der Blick vom Mt. Kloto |
| endlich oben, Franzi, Simon, Cherita, Joel und Claudia |
| Gruppenbild |
| Ich, Clauia und Jonas in unseren neuen Outfits |
| Jonas und ich mit unserer coolen Schneiderin Mimi |
Ab jetzt lade ich auch immer Bilder bei Picasa hoch, den Link dazu findet ihr in der rechten Leiste auf meinem Blog , hier aber auch ein paar Eindrücke ;)
Montag, 19. September 2011
Gestern war ich im Urwald
Das war einfach genial, wir haben einen Ausflug zu einem Wasserfall hier in der Gegend gemacht. Nach holpriger Fahrt mit unserem guten gelben Bus mussten wir noch ein Stück durch den Wald wandern, und das war wirklich Urwald, bzw. Regenwald wie man ihn sich vorstellt. Das war genial und wunderschön. Dort konnten wir dann auch baden und das hat sooo Spaß gemacht. Hier ein paar Bilder von dem Vergnügen :)
Sonst ist auch alles gut hier. Ab Mittwoch geht unser Workcamp los – wir pflanzen Bäume entlang einer Straße!
| Claudia und ich |
| leandra (meine Projektpartnerin und ich) |
| Wasserschlacht |
| Gruppenbild :) |
| Normann, Jonas, Claudia und ich |
| Jonas, Claudia und ich mit den hier üblichen Wassersachets und leckerer Orange in meinen Händen |
Bis bald, liebe Grüße aus Togo
Simon
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